Ein Weg zur Vollkommenheit?
Opfer, Gebete, religiöse Übungen sollen den Menschen in den verschiedenen Religion einen Weg zu Gott zeigen - und zur eigenen Vollkommenheit. Der christliche Glaube dagegen ist kein Programm, um Menschen vollkommen zu machen. Denn Jesus suchte vor allem die Nähe zu denen, die schon gescheitert waren und keine Chance mehr hatten: unheilbar Kranke, Betrüger, Verbrecher, Huren, Verachtete - Menschen, mit denen sich andere nicht einmal sehen lassen wollten. Er kam für Schwache und Kranke Jesus kommt zu den Kranken und zu denen, die schuldig wurden. Das ist seine Mission. Und sein erstes Ziel ist es, ihnen zu begegnen, ihnen zu zeigen, dass er sie liebt, und nicht, um «bessere» oder gar moralisch vollkommene Menschen aus ihnen zu machen. Muss man erst am Boden liegen? Es ist nicht so, dass Jesus das braucht, dass wir uns schlecht fühlen. Das ungute Gefühl kommt ganz von selbst, wenn wir uns der eigenen Schuld und Fehler bewusst werden. Wir kommen ehrlich, machen uns selbst und anderen nichts mehr vor und suchen Hilfe. Und genau darin liegt unser Ausweg. Kein Club der guten Menschen Wer unter den Christen einen Club der besseren Menschen versteht, der hat die Botschaft von Jesus nicht verstanden. Wir sind Jesus näher, wenn wir ihm unsere Schuld bringen, als wenn wir uns auf unsere Verdienste und guten Taten berufen. Unterschied zwischen Tat und Täter Ja natürlich, Jesus ruft uns zu einem guten Lebenswandel auf und will uns auch dabei helfen, aber das ist nicht seine erste Botschaft. Er liebt einen Menschen nicht erst dann, wenn er sich gebessert hat und etwas vorweisen kann. Vollkommenheit durch Jesus | ||||||||
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