lebenshilfe-net.ch - 25.06.2024, 13:55
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Hautpflege von innen

 
Haut
Schokolade und scharfes Essen fördern Akne? Diese Behauptung ist weitverbreitet, aber unbewiesen. Unreiner Haut hingegen kann man mit vollwertiger Ernährung zu Leibe rücken.

Ein dicker, eitriger Pickel auf Nase, Kinn oder Stirn - die Schreckensvision vieler Jugendlicher beim morgendlichen Blick in den Spiegel. Viele entwickeln aber nicht nur einzelne Pickel oder „Mitesser", sondern leiden unter Akne (Acne vulgaris), der häufigsten Hautkrankheit bei Jugendlichen. Sie kann sich in der Pubertät aufgrund der hormonellen Umstellung entwickeln. Immer wieder werden einzelne Lebensmittel wie Schweinefleisch oder Schokolade als Mitverursacher der Akne genannt.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gibt es keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen einzelnen Lebensmitteln und der Entstehung von Akne. Akne gehört in der Arztpraxis behandelt, weniger in der Küche. Bei unreiner Haut dagegen kann eine abwechslungsreiche und vollwertige Ernährung unterstützend wirken, gleichsam als als „Hautpflege von innen".

Was ist Akne?
Bei Akne wird in den Talgdrüsen der Haut vermehrt Talg produziert, und zwar in einer unnatürlichen Zusammensetzung. Oft sind dann noch die Poren der Talgdrüsen verstopft, so dass er nicht austreten kann. Die Folge sind Mitesser und Pickel, die sich entzünden und Narben hinterlassen können.

 
Vollkornbrot
Die Ursachen für Akne liegen unter anderem in einer genetischen Veranlagung. Verstärkt wird sie oft durch Medikamente, Kosmetika oder Arbeitsmaterialien wie Öl, Teer oder Chlor. Auch Rauchen, wenig Schlaf und einseitige Ernährung wirken sich negativ auf die Haut aus, ebenso wie psychische Anspannungen.

Die Mär von Fleisch und Gewürzen
Immer wieder tauchen auch Lebensmittel wie Schweinefleisch, Wurst, Vollmilch und Süssigkeiten, fetter Käse, Nüsse oder scharfe Gewürze in diesen Diskussionen auf. Doch „es ist wissenschaftlich nicht belegt, dass bestimmte Lebensmittel Akne auslösen oder verschlimmern können", sagt Dr. Helmut Oberritter, Wissenschaftlicher Leiter der DGE. „Da Akne eine schwerwiegende Krankheit ist, muss die ärztliche Therapie im Vordergrund stehen. Eine vollwertige Ernährung kann höchstens unterstützend wirken." Ebenso wenig erwiesen ist der negative Einfluss von Jodsalz auf Akne. Die Menge an Jod, die man durchschnittlich zu sich nimmt, ist dafür viel zu gering.

 
Gemüse
Bei unreiner Haut hingegen kann es im Einzelfall zutreffen, dass die Haut auf bestimmte Lebensmittel negativ reagiert. Daher lohnt es sich, auf die eigene Ernährung zu achten und individuelle Lösungen zu suchen.

Die Haut von innen pflegen
„Viele Jugendliche ernähren sich zu fett, zu süss und zu ballaststoffarm. Eine vollwertige Ernährung kann sich günstig auf die Haut auswirken", so Dr. Oberritter. Vollwertige Ernährung wäre also eine „Hautpflege von innen". Sie liefert alle lebenswichtigen Nährstoffe in ausreichender Menge und kann Gesundheit, Fitness und Leistungsfähigkeit verbessern.

Bearbeitung: Lebenshilfe-net.ch



Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung

 
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