lebenshilfe-net.ch - 19.07.2018, 09:20
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„Wir sind ständig pleite!“

„Wir haben als Ehepaar ein Problem: Wir sind ständig pleite, denn wir können beide nicht gut mit Geld umgehen, und mein Gehalt ist auch nur durchschnittlich."

Bild: PixelQuelle.de

„Aber ich habe noch einen anderen Verdacht: Ich glaube, wir hätten nie genug Geld, egal, wie viel ich nach Hause bringen würde. Uns beiden ist klar geworden, dass unser Umgang mit Geld auch vor Gott nicht richtig ist. Wie können wir aus unserer Situation herauskommen?"

Ihr Umgang mit Wünschen, die mit Geld zu erfüllen sind, entspricht einem weit verbreiteten Symptom in unserer westlichen Gesellschaft: Wir leben gerne über unsere Verhältnisse, möchten „konkurrenzfähig" sein und mit Dingen unser Image aufbauen - wenn es sein muss, eben auf Pump. Unzählige Kreditangebote leisten zudem der Verschuldung gewaltigen Vorschub.

Eine Gabe
Wer dem rigoros Gegensteuer geben möchte, der sei an einen alten Grundsatz erinnert, nach dem man 10 Prozent seines Geldes spendet. Vielen schmerzt nur schon der Gedanke daran, aber so kann lernt man einen bewussten und dankbaren Umgang mit den Finanzen.

Die restlichen 90 Prozent gilt es nun konkret und überlegt einzuteilen. Eine allgemeine Auflistung des monatlichen Bedarfs an Fixkosten (Miete, Telefon, Auto etc.) zeigt klar, wieviel Geld darüber hinaus für Kleidung, Hobby, Geschenke noch zur Verfügung steht. Dass Zahlen auf dem Papier aber nicht schon die Lösung des Problems sind, versteht sich von selbst.

Ein weiteres altbewährtes Konzept besteht darin, einige Monate lang alles Geld in verschieden beschriftete Papiertüten aufzuteilen und daraus zu leben.

Was ist wirklich nötig?
Jetzt gilt es, nur noch ehrlich zu sich selbst zu sein und sich immer wieder einen Überblick zu verschaffen, welche Ausgaben wirklich nötig sind und welche nicht. Dazu kann zu den einzelnen Rubriken auch Buch geführt werden. Ab und an sollten dann Umschichtungen vorgenommen oder die Verzichtbereitschaft gesteigert werden.

Bearbeitung: Lebenshilfe-net

Autor: Linda und Hans-Jörg Karbe
Quelle: Neues Leben. Ratgeber-Magazin

 
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