lebenshilfe-net.ch - 26.02.2024, 15:59
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Sieben Schritte zum Ausstieg

 
Sieben Schritte zum Ausstieg
Viele Internet-Sexsüchtige sind sich ihres Problems durchaus bewußt und wollen aus der Sucht ausbrechen. In sieben Schritten ist das auch möglich.

1. Durchbrechen Sie die Verleugnung

  • Erstellen Sie eine Liste der Probleme.
  • Erstellen Sie eine Liste der Geheimnisse.
  • Erstellen Sie eine Liste der Entschuldigungen und Rationalisierungen.
  • Machen Sie eine Liste der Konsequenzen.
  • Welche Menschen wurden verletzt?
  • Finden Sie einen Therapeuten.
  • Finden Sie einen Partner, dem Sie Rechenschaft ablegen können.
  • Seien Sie ganz offen gegenüber Therapeut und Rechenschafts-Partner.

2. Verstehen Sie die Natur der Schöpfung

  • Lesen Sie mindestens ein Buch über sexuelle Sucht.
  • Zeichnen Sie ihren eigenen Suchtkreislauf und Ihr Suchtsystem auf.
  • Machen Sie eine Liste der Momente, wo sie die Kontrolle verlieren.
  • Informieren Sie sich über «sexuelle Anorexie» und «Fress-Kotz-Zyklen»

3. Lassen Sie sich auf einen Prozess ein

  • Schreiben Sie die Geschichte Ihrer sexuellen Sucht auf.
  • Beschreiben Sie, wo sie merkten, dass Sie die Kontrolle nicht mehr haben.
  • Berechnen Sie die Kosten Ihrer Sucht.
  • Welches waren Ihre schlimmsten Momente?
  • Erzählen Sie Ihren ersten Schritt in einer 12-Schritte-Gruppe.

4. Begrenzen Sie den Schaden Ihres Verhaltens

  • Machen Sie einen Plan zur Schadensbegrenzung.
  • Machen Sie einen Plan, wie Sie ihre Sucht bekannt machen können.

5. Entwickeln Sie Nüchternheit

  • Welches sind die Herausforderungen?
  • Welches sind mögliche Rückfallgefahren?
  • Entwickeln Sie ein Notfallszenario.
  • Wie können Sie sich Grenzen setzen (innere und äussere)?

6. Stellen Sie Ihre körperliche Gesundheit sicher

  • Lassen Sie einen ärztlichen Check-up machen.
  • Erstellen Sie eine Matrix Ihrer sexuellen Sucht.
  • Erstellen Sie eine Matrix Ihrer sexuellen Gesundheit.

7. Entwickeln Sie eine unterstützende Lebensweise

  • Finden Sie eine 12-Schritte-Gruppe und nehmen Sie regelmässig daran teil.
  • Haben Sie regelmässigen Kontakt mit ihrem Rechenschafts-Partner.
  • Geben Sie selbst einen Beitrag in der Gruppe.
  • Entwickeln Sie tägliche Gewohnheiten, die ihre Genesung fördern: Tägliche Stille, Lesen eines Wortes für den Tag, Tagebuch schreiben.
  • Wenn nötig, nehmen Sie an Selbsthilfegruppen für andere Süchte teil.


Autor: Dr. med. Samuel Pfeifer
Quelle: „Internet-Sucht. Verstehen - Beraten - Bewältigen"

Bearbeitung: Lebenshilfe-net.ch



 
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