Weihnachten, Chanukka und Opferfest finden fast gleichzeitig statt

drei monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam feiern zum Ausklang des Jahres 2006 wichtige religiöse Feste.
Bereits vor dem Heiligen Abend der Christen endete das acht Tage währende Chanukka-Fest der Juden, das an die Wiedereinweihung des Jerusalemer Tempels im Jahr 165 vor unserer Zeitrechnung erinnert: Es begann am 16. Dezember und dauerte acht Tage.
Das muslimische Opferfest "Id-al-Adha" am 30. Dezember soll die Gläubigen an den auch im Islam verehrten Stammvater Abraham erinnern, der bereit war, seinen eigenen Sohn für Gott zu opfern.

Juden gedenken des "Lichtwunders"
 
Menora
Während der acht Tage von Chanukka werden jeweils nach Sonnenuntergang Kerzen eines neunarmigen Leuchters, der Menora, von links nach rechts nacheinander entzündet. Die erste entzündete Kerze, jene in der Mitte, wird als das "dienende Licht" (Schamasch) bezeichnet und ist das Symbol für den Menschen.

Mit dieser Kerze werden von links nach rechts die anderen acht Kerzen entzündet. Wenn am achten Tag die letzte Kerze entzündet ist, werden spezielle Chanukka-Lieder gesungen, Kinder beschenkt sowie Krapfen und Pfannkuchen gegessen.

Das Chanukka-Fest geht auf die Errichtung des neuen Brandopferaltars im wieder eingeweihten Jerusalemer Tempel nach dem Sieg über die Graeco-Syrer im Jahr 165 v. Chr. zurück. Nach jüdischer Legende war im Tempel nur ein kleiner Krug mit wenig Öl erhalten geblieben. Dennoch reichte dieses wenige Öl auf wundersame Weise für acht Tage. Deswegen heisst die Begebenheit auch das "Lichtwunder".

Opferfest ist Teil der islamischen Pilgerfahrt
 
Id-al-Adha
Die Muslime auf der ganzen Welt feiern am 30. Dezember ihr traditionelles Opferfest ("Id-al-Adha"). Dieses Datum legte das oberste Gremium der islamischen Oberrichter von Saudiarabien erst vor rund einer Woche fest. Da sich der islamische Kalender nach dem Mond richtet, steht oft erst kurz vor dem Termin fest, wann genau ein Feiertag begangen wird.

Das Opferfest ist Teil der islamischen Pilgerfahrt nach Mekka und neben dem Ramadanfest "Id-al-Fitr" das bedeutendste Fest der islamischen Welt. Es wird am 10. Tag des Wallfahrtsmonats, am Ende des "Hadsch", begangen.

Die Pilgerfahrt nach Mekka gilt als eine der fünf Grundpflichten der Muslime. Mit ihr soll der Gläubige auf die Ursprünge des Islam verwiesen werden: Im Jahre 632 n. Chr. war auch der Prophet Mohammed nach Mekka gepilgert.

Die Riten, die er bei dieser Wallfahrt vollzogen hat, gelten noch heute als verbindlich. Ziel der Wallfahrt ist in erster Linie die Kaaba, die nach islamischer Überlieferung von Abraham und seinem Sohn Ismael als Haus Gottes und der Menschen erbaut wurde.



Datum: 30.12.2006

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